Interview mit Motorpresse XL
10. November 2009, 17:45 Uhr

Team Schrick bei DMAX
Das Projekt von Team Schrick mit dem Aston Martin hat ja für viel Aufmerksamkeit gesorgt. Was war das Ziel?
Tim Schrick wollte beweisen, daß es mit privatem Engagement möglich ist, ein Auto für die TOP Ten bei den 24h zu bauen.
Das Ergebnis scheint ernüchternd
Das Ergebnis sicher. Aber man muß das ja auch analysieren. Da kann man durchaus auch auf ein anderes Ergebnis kommen.
Du galtst ja in der DTM als Analytiker. Wie fällt Deine Analyse im Fall Schrick aus?
Zunächst mal war gut, dass Geld da war. Auch die Zeit hätte reichen können. Allerdings hat sich der Tim nach meiner Auffassung für falsche, weil zu komplizierte, Lösungen im Bereich Motor, Kabelbaum, Getriebe entschieden. Er hat teilweise versucht das Rad neu zu erfinden. Das hat Geld und Zeit gekostet. Und dann kam natürlich das Thema Teamleitung mit Teamstruktur und Koordination dazu. Das war schlicht desaströs.
Im Vorspann zur Serie hieß es Du wärest der, bei dem alle Fäden zusammenlaufen. Fällt in dieses Ressort nicht auch das Thema Teamleitung und Struktur?
Natürlich. Aber da muss ich ausholen: Im August 2008 kam der Tim mit seiner Idee zu mir und bat mich um Beratung und Hilfe. Tim wollte technische Lösungen suchen und ich sollte beraten und koodinieren. Ich war von Tim’s Idee begeistert und habe mit dieser Begeisterung auch point S mit ins Boot gezogen. Ich habe auch Jan Slooten mit ins Spiel gebracht. Er sollte das Auto fahren und dafür einen Teilsponsor besorgen. Tja – von da an bekam das Ganze eine Art Eigendynamik. Tim hat plötzlich mit point S direkt geredet, Jan hat mit Tim den Aufbau des Autos koordiniert und ich stand mit meiner Beratung oft vor vollendeten Tatsachen.
Was war dann konkret Deine Aufgabe?
Ganz ehrlich? Ich weiß es nicht. Ich habe mich dann damit beschäftigt das Gästeumfeld von DMAX zu organisieren.
Im Fernsehen kamst Du oft als der Meckerer rüber.
Dahin hat sich das dann tatsächlich entwickelt. Aber weniger als Meckerer, sondern eher als Berater. Aber weil das meistens das Gegenteil vom Gemachten war, wirkte das halt wie Meckern.
Wie geht es mit dem Auto jetzt weiter?
Mal sehen. Ich denke aber der Sven Schnabl kriegt das Auto schon irgendwie hin. Wenn ich das Geld sehe das geflossen ist und die Zeit die vergangen ist, dann ist es ja eigentlich auch normal, wenn so ein Auto dann mal fährt.
Wirst Du in 2010 dabei sein?
Im Aston wohl nicht. Wenn überhaupt, kann ich mir nur vorstellen als eine Art Dienstleister für Tim Schrick “Seitenaktivitäten” zum Aston durchzuführen. Das können Events sein, Fahrertrainings oder Nachwuchsgeschichten, die ich dann eigenverantwortlich unter dem Label “Team Schrick” abwickeln wollte.
Was machst Du sonst in 2010?
Ich hab’ natürlich noch einen Traum wie der Tim: Ich würde gern einen Wiesmann bei den 24h einsetzen. Das aktuelle Serienauto passt wunderbar in das neue Reglement der 24h. Aber weil ich nicht nur träume, forciere ich den Bereich Coaching und Lizenzlehrgang ganz real. Das will ich mit unseren Renn TTs und einem Porsche oder Wiesmann machen. Außerdem planen wir mit einem Autogas TT bei den 24h dabei zu sein.

DMAX – Team Schrick Reloaded
Hallo Herr van Ommen,
ich habe mich die ganze Zeit gefragt, wieso Sie sich so etwas antun – und ich habe die Antwort hierfür nicht finden können. Tim Schrick ist zwar ganz lustig, aber vollkommen beratungsresistent.
Ihre Entscheidung, das Team zu verlassen, war richtig.
Ich wünsche Ihnen für die Zukunft viel Erfolg mit Ihren eigenen Projekten.
Grüße aus der Eifel
Thorsten Otten
Hallo ,
ich sehe das genau wie mein Vorredner. Der Tim scheint da wirklich etwas Beratungresistent zu sein. Mich stört auch besonders das er nicht mal über die Ratschläge vom Jörg nachzudenken versucht. So kommt es zumindest im Fernsehen rüber. Es war also die richtige Entscheidung auszusteigen. Hätte ich genauso gemacht. Ich bin zwar von Tim´s Projekt wirklich beeindruckt und drück ihm auch alle Daumen, aber bis jetzt sehe ich nicht das sich das ganze zum positiven entwickeln wird.
Wenn es so einfach wär wie der Tim sich das denkt, dann könnte es ja jeder !
Schöne Grüße
Hallo Herr van Ommen,
hätte Tim Schrick Ihnen nur einmal zugehört und Ihre Forderungen umgesetzt, anstatt sich ins tausendste zu verlieren und alle relevanten Posten selbst zu besetzen, wäre es bestimmt mehr geworden, als das was so kläglich vom ganzen übrigblieb.
Meine Vorredner haben alles weitere in meinem Sinne ausgeführt.
Ihnen persönlich danke ich für die Entscheidung dieses Traum(a)-Team Schrick , ohne Willen, lernunfähig und Struktur, zu verlassen.
Viel Glück bei der Realisierung Ihrer Träume, ich bin sicher es wird funktionieren.
Beste Wünsche aus Krefeld
Bernhard Potthoff
Hallo Herr van Ommen,
ich kann mich da nur anschließen.
Sie waren Fahrer in der DTM – im Werksteam von Mercedes – und zwar zu der Zeit, als die DTM das Maß aller Dinge war. Sie waren Mitglied der absolut besten Rennserie der Welt. Da kam es auf das fahrerische Können an. Außerdem haben Sie Erfahrungen in einem Werksteam gesammelt. Sie sahen, wie die Struktur in einem Team perfekt läuft.
Wie dumm muss man sein, Sie nicht im Boot zu behalten und Sie mit zu integrieren. Da spielt wahrscheinlich der Stolz eine große Rolle.
Von diesem perfektem Maß sieht Tim’s Team aus wie ein Kinderspielplatz.
Trotzdem wünsche ich ihm alles Gute und, dass der Aston bald eine Rennstrecke sieht.
Ihnen auch alles Gute in der Zukunft, Herr van Ommen.
Mit feundlichen Grüßen
Samuel Wrobbel
Guten Tag Herr van Ommen,
Ich empfand die Fernsehproduktion als wirklich sehr unterhaltsam und bin enttäuscht über das bisherige Misslingen den Wagen rechtzeitig fertig zu bekommen.
Zur Entscheidung auszusteigen, wenn Sie es denn tun, finde ich aus der Zuschauerperspektive absolut in Ordnung. Ich hatte mich bereits in den ersten Teilen gefragt welche Fäden bei Ihnen zusammenlaufen, ich dachte da das Sie eher der Mann im Hintergrund sind und Tim Schrick der medienwirksame Frontmann ist. Was denn aber vom Team zu sehen war in Punkto Ablaufplanung und Kopf durch die Wand Getue, verkleidet mit schrägen Kommentaren empfand ich teilweise als haarsträubend. Wer mit Teamarbeit in Projekten zu Tun hat kann sicherlich ein Lied davon singen wie schwer die Koordination ist wenn sich der Geldgeber Fachleute reinholt, diese aber nach seinem Gusto übergeht, irgendwann reichts dann einfach. Glücklich ist übrigens dann der, der auch tatsächlich aussteigen kann.
Mal schauen wie es weitergeht, Unterhaltsam ist die Sendung alle mal und irgendwie ist es auch beruhigend, Probleme bei anderen zu entdecken, die man ebenfalls schon das eine oder andere Mal meistern musste.
Mit freundlichen Grüßen
Lars Hochheim
Hallo Herr Van Ommen,
ich kann mich nur ihrer Meinung anschließen was ihre “Aufgaben” beim Team Schrick anging.
Sie wären meiner Meinung nach der richtige Mann für die Position des Teamchefs gewesen. Ich bin überzeugt davon, dass wenn sie wirklich die Fäden gezogen hätten, da Einiges wesentlich kontrollierter und koordinierter gelaufen wäre.
Aber mal zum Thema 24h auf dem Nürburgring.
Mich würde interessieren was an den Gerüchten um einen Ford GT-Einsatz ihrerseits dran ist.
Würde mich freuen wenn sie hierzu Stellung nehmen würden.
MfG Hermann Schreiber
Ihr habt ja so recht ,was will man von einem kaoten erwarten !!!
Naja trotzdem muss man ja jetzt nicht unsachlich werden Herr Schrick.
Und sich wie die Leberwurst jetzt selbst in Selbstmitleid zu baden hilft ebenfalls niemandem weiter.
Was allerdings weiterhelfen würde, wäre mal das eine oder andere Zugeständnis.
Nicht um Leuten die sie kritisieren recht zu geben, sondern in erster Linie für Sie! Sie sollten als erfahrerner Motorsportler eigentlich wissen, dass ein solides Grundkonzept gerade bei solch einem gewagten Projekt wie ihrem, unerlässlich ist.
Und hätten sie eine klare und vorallem gute Rollenverteilung ausgeübt, hätten sie weniger Stress gehabt und möglicherweise wären auch die Erfolge gekommen.
Natürlich platzt auch einem Topteam mit Werksunterstützung mal der Motor weg, vor einem TD ist man nie sicher.
Dennoch hätte man mit einem offeneren Ohr sicher mehr rausholen können. Und dem Vorwurf dass sie Herrn van Ommen trotz mehrfacher Bitte nicht wirklich gehör geschenkt haben, können sie sich nun wirklich nicht entziehen.
Keiner möchte auf Ihnen rumhacken, vielmehr ist es die Enttäuschung dass einfach mehr hätte drauß werden können , die auch ich teilte als ich von der Mercedestribüne aus den Piont-S LKW vom Hof fahren sah.
Und mit solchen Kommentaren wie dem obigen, rücken sie sich weder ins rechte Licht, noch machen sie sich Freunde. SIe sollten die Energie lieber in einen funktionierenden Aston reintrichtern.
Dennoch für sie alles Gute. Ich werde weiterhin dem Team Schrick die Daumen drücken. Erst recht weil es den anderen Mitgliedern die mehr forciert haben gegenüber unfair wäre anders zu handeln.
Mit freundlichen Grüßen
Fritz Schirrmacher
Hallo Herr Van Ommen, ich bedaure ihren anscheinenden Ausstieg aus dem Team Schrick sehr, kann diesen jedoch voll und ganz nachvollziehen. Während des Projektes dabei gewesen ist von uns keiner, wir haben nur das sehen können was uns zusammengeschnitten auf Dmax präsentiert wurde. Wir können uns also wenn überhaupt nur ein Teilurteil erlauben da wir nicht 9 Monate in jeder Minute, bei jedem Gespräch während des Projektes dabei waren.
Ich kann Tim Schrick in Bezug auf seinen Willen das Projekt mit allen Mitteln zu einem Erfolg werden zu lassen voll und ganz verstehen. Das viele Geld, die Nervliche Belastung, Freundschaften die unter Spannung standen, klar da gibt es wie Darius so schön sagte auch mal Reibereien. Dennoch hätte Tim Schrick ihre konstruktive Kritik mit mehr Ernst annehmen sollen, wodurch zumindest ein Teil der Fehler hätte verhindert werden können!
Tim Schrick fehlte einfach die Erfahrung ein solches Projekt allein zu managen, er hat es trotzdem versucht und muss sich nun auch den Hut anziehen für diverse Fehler einstehen zu müssen. Das kann man unter dem Kapitel viel Lehrgeld verbuchen… Dabei war dieser Part, des Fäden Ziehers ja Ihnen zugedacht gewesen Herr van Ommen, sie haben die Erfahrung und er hätte viel dadurch lernen können, viele Probleme hätten umgangen werden können.
Tim Schrick sollte meiner Ansicht nach einmal tief in sich gehen und sich Ernsthaft fragen, ob die Probleme die zwischen Ihnen Herr van Ommen und sich Hernn Schrick nicht von ihm ausgehen. Einfach aus dem Grund weil Tim Schrick denkt er bekommt das alles geregelt, es ist sein Projekt das muss klappen usw. Wofür hat er Sie ins Boot geholt? Doch genau für die Sachen die er aus Unerfahrenheit jetzt falsch gemacht hat. Eine Aussprache, sowie etwas Einsicht von Herrn Schrick könnten zumindest die Team Struktur wieder stabilisieren.
Herr van Ommen, Sie gehören für mich einfach zum Team Schrick dazu und Herrn Schricks etwas kindisches Verhalten mit “beim Sponosr ausgekotzt, fand ich nicht so gut usw.” da sollte Tim nocheinmal drüber nachdenken. Ich denke Sie haben das klärende Gespräch auf jedenfall gesucht, während Tim mir einer “das etwas eingeschnappte Kind” vorkommt dem man das Spielzeug nicht kaufen will.
Das ganze Projekt ansich fand ich sehr Unterhaltsam da ich auch privat in einem Autoaufbau stecke, natürlich nicht in diesen finaziellen Dimensionen, der auch viel Nerven und für meine Verhältnisse viel Geld kostet. Es tut gut zu sehen das auch woanders nicht alles glatt läuft, man Zulieferer nicht erreichen kann, dieses oder jenes Teil nicht passt, Probleme über Probleme. Das ist das was die Sendung so sehenswert macht, das sich ein paar gleichgesinnte Freunde/Bekannte aufraffen um GEMEINSAM etwas erstrebenswertes zu schaffen. Ich werde die Sendung, so sie denn weiterläuft, voller Freude weiterverfolgen.
Ich wünsche Ihnen Herr van Ommen, alles erdenklich Gute für das Jahr 2010 und was da noch so kommen mag, vieleicht gibt es ja noch eine finale Aussprache wo es dann an Herrn Schrick liegt wie es weiterläuft, wenn Sie noch dabei sein wollen.
Tim Schrick und dem Team wünsche ich ebenfalls alles erdenklich Gute für das Jahr 2010, und eine hoffentlich gut laufenden Aston, ich werde zum 24/h Rennen im Mai anreisen und drücke die Daumen das alles klappt.
Nur um das nochmal deutlich zu machen, ich habe nicht das geringste gegen Tim Schrick, ich fand lediglich seine Beziehung zu Jörg van Ommen so wie wir sie gezeigt bekommen haben unvorteilhaft von seiner Seite aus.
Mit freundlichen Grüßen
Christian Ermel
PS. Ich glaube nicht das dieser Tim Schrick der hier geschrieben hat DER Tim Schrick ist.