Damit eine Kurve möglichst zügig durchfahren werden kann, muss die Geschwindigkeit vorher soweit reduziert werden, dass der Pilot das Fahrzeug möglichst ohne weitere Korrektur des gewählten Lenkradeinschlags durch die Kurve steuern kann. Der Stand der Technik des jeweiligen Fahrzeuges und die Beschaffenheiten der Kurve selbst sind hier wesentliche Faktoren.
Wie macht man das also, richtig anbremsen? Wir befragen Jörg Van Ommen:
“Als Faustregel beim Durchfahren einer Kurve gilt die Reihenfolge: Bremsen – Lenken – Beschleunigen. Das richtige Anbremsen hängt davon ab, wie eng die Spitzkurve ist und welche Geschwindigkeit man endgültig vor der Kurve hat. Ganz wichtig ist es, zu wissen, in wie weit man das Auto in die Kurve einbremsen kann. Verfügt das Auto über ein ABS? Wenn es kein ABS hat, müssen wir entsprechend früher und ziemlich gerade bremsen. Einlenken beim Bremsen ist hier keine Option, da die Räder dann blockieren können. Die Konsequenz: Wir verlieren die Fahrzeugkontrolle. Wenn wir hingegen ein Auto mit ABS haben, können wir in die Kurve hineinbremsen und den Anbremspunkt dementsprechend weiter nach hinten verlagern. Sinnvoll ist langsames Anfahren und gefühlvolles Bremsen, was jedoch mitunter viel zu früh passiert. Es kommt immer darauf an, sich den Punkt zu merken, an dem man gebremst hat, um von da aus bestimmen zu können, ob man an dieser Stelle in der nächsten Runde früher oder später bremsen muss.”
