Damit beim Boxenstopp alle anfallenden Arbeiten zügig ausgeführt werden können, braucht es eine eingespielte Boxencrew. Aber auch der Pilot trägt einen großen Teil zum erfolgreichen Ablauf des Stopps bei, muss er doch zahlreiche Dinge beachten und richtig machen.

In der Boxengasse gilt ein Geschwindigkeitslimit, das strikt einzuhalten ist. Das Limit ist von Rennklasse zu Rennklasse unterschiedlich; bei DTM-Rennen dürfen die Fahrzeuge die Boxengasse beispielsweise mit 80 km/h durchfahren, während in der Formel 1 nur 60 km/h zulässig sind. Die von der Rennleitung bei Nichtbeachtung verhängten Sanktionen richten sich nach Art und Schwere des Vergehens. Sie reichen von einfachen Durchfahrtstrafen (der Pilot muss bei einer regulären Runde vor Ablauf des Rennens eine Boxengassendurchfahrt unternehmen) über Zeitstrafen (das Fahrzeug steht für eine festgelegte Zeitspanne an der Box) bis hin zu Geldstrafen gegen das Team oder den Piloten selbst.

Während beim Einfahren in die Boxengasse das einfahrende Fahrzeug Vorfahrt vor den stehenden genießt, müssen aus der Boxengasse auslaufende Fahrzeuge wiederum den auf der Rennstrecke befindlichen Vorfahrt gewähren.

Nach erfolgtem Boxenstopp gilt es, auf keinen Fall zu beschleunigen, bevor das Fahrzeug per Kelle oder Zeichen vom Leiter der Boxencrew freigegeben wurde. Immer wieder ereignen sich Rennunfälle bei Boxenstarts mit noch nicht abgeschlossenen Tankvorgängen oder lose sitzenden Radsicherungen.

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